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Rundwanderweg Eimke, Wichtenbeck und Ellerndorfer Heide

Ausgangs- und Endpunkt der rund 20 Kilometer langen Strecke, die auch in Abschnitten erwandert werden kann, ist der Ort Eimke.

Dieser Weg führt durch Felder, Wälder und Heide und kreuzt die Heidedörfer Eimke, Ellerndorf und Wichtenbeck ebenso wie die schönsten Teile des Gerdautales. Ausgangs- und Endpunkt der rund 20 Kilometer langen Strecke, die auch in Abschnitten erwandert werden kann, ist der Ort Eimke. Zweimal überqueren wir unterwegs die Gerdau, unser Weg führt uns hinauf auf den Thonhopsberg und bis in die Ellerndorfer Wacholderheide.

Startpunkt Eimke

Bevor wir unsere Wanderung starten, wollen wir uns ein wenig an unserem Ausgangspunkt umsehen. Im Tal der Gerdau gelegen, gehört Eimke zu den ältesten Dörfern der Lüneburger Heide. Die alte Anlage als locker bebautes Haufendorf ist heute noch im Ortsbild ablesbar. Die ringförmig verlaufende Dorfstraße wird inzwischen von Wohnhäusern in Ziegelbauweise aus der Zeit um 1900 gesäumt.

Mitten im Ort liegt die alte Dorfkirche, umgeben von Grabmalen mit gußeisernen Kreuzen aus der Zeit um 1900. Auch das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege hat seinen Platz auf dem alten Friedhof gefunden. Die Eimker Kirche wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts aus Feldsteinen erbaut und um 1850 umfangreich saniert. Teile des Findlingsmauerwerks sind noch sichtbar. Der frei stehende hölzerne Glockenturm stammt aus dem Jahre 1618. Bilder von Rudolf Schäfer, einem bekannten Kirchenmaler des 20. Jahrhunderts, schmücken die Bogenlaibungen über den Portalen. Die Eimker Kirche beinhaltet eine wertvolle Ausstattung: einen ehemaligen Reliquienschrein aus dem 14. Jahrhundert und einen gotischen Schnitzaltar. Es lohnt also, einen Blick ins Innere zu werfen.

Über die Gerdau nach Wichtenbeck

Nun wandern wir los in Richtung Wichtenbeck. Vorbei am ehemaligen Hotel „Wacholderheide“ folgen wir zunächst der Dorfstraße und biegen dann links ab, auf die Gerdau zu. Es ist gar nicht weit bis zur „Kirchsteigbrücke“, über die wir zum ersten Mal die Gerdau überqueren. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier eine Brücke als Verbindungsweg zwischen Eimke und Wichtenbeck erbaut. Rund 60 Jahre später wurde diese in guter Tradition als Gemeinschaftsaktion der beiden Dorfgemeinschaften erneuert.

Nun ist es nicht mehr weit nach Wichtenbeck. Wer vom eifrigen Wandern ordentlich ins Schwitzen geraten ist, kann hier einen kühnen Sprung ins Schwimmbecken wagen. In Wichtenbeck gibt es nämlich ein kleines, aber feines Freibad mit Spiel- und Sportplatz nebenan. Wenn es im Winter ordentlich kalt ist, wird die Fläche auch zum Eislaufen genutzt.

Weiter wandern wir entlang des Allerbaches auf dem Wiesenweg hinaus aus Wichtenbeck und wieder auf die Gerdau zu. Über einen langen Bohlensteg queren wir das Heideflüsschen zum zweiten Mal und erreichen den Schmarbecker Weg, der das alte Dorf Eimke mit einer langgezogenen Siedlung jüngeren Datums verbindet. Wer mag, kann hier für einen Abstecher zum Kiehnmoor-Stausee von unserer Route abweichen. Doch aufgepasst: Dieser schöne Wanderweg durch einen dichten Waldbestand gehört zum Übungsgelände der Firma Rheinmetall und ist nur an Wochenenden und zu übungsfreien Zeiten begehbar – bei geschlossenem Tor darf das Gelände nicht betreten werden. Der kleine Zusatztrip lohnt sich dennoch zu jeder Jahreszeit: Der Weg führt in das Naturschutzgebiet Kiehnmoor, eine großes Feuchtgebiet, welches an die Heideflächen des Naturparks Lüneburger Heide grenzt und die Landkreise Uelzen und Celle verbindet. Nicht weit entfernt erstreckt sich das Quellgebiet der Gerdau. Das „Tor“ zum Kiehnmoor bildet ein Stausee, der vor etwa 80 Jahren angelegt worden ist. Seither haben hier seltene Vogelarten wie der Seeadler, die Rohrweihe und der Eisvogel ihre Reviere gefunden. Auch Iltis und Fischotter können mit etwas Glück beobachtet werden. Vor einigen Jahren entstand am Ufer des Sees zudem eine Vogelbeobachtungsstation.

Um zurück auf unsere Route zu gelangen, wandern wir vom Stausee aus wieder zurück in Richtung Eimke und biegen am Schmarbecker Weg links in Richtung B71 ab. Wir überqueren die Bundesstraße und nun führt unser Weg „hoch hinauf“ auf den Thonhops Berg. Ein Findling am Wegesrand verrät uns: Wir befinden uns in „luftigen“ 103 Metern Höhe über NN. Immerhin. Gut, der Wilseder Berg als höchste Erhebung der Lüneburger Heide ist 169 Meter hoch. Aber für uns im Landkreis Uelzen ist der Thonhops Berg auch schon eine ordentliche Anhöhe. Von hier aus ist es nicht mehr weit zur Ellerndorfer Wacholderheide.

Die Ellerndorfer Wacholderheide 

Mit ihren 70 Hektar ist die Ellerndorfer Wacholderheide die größte zusammenhängende Heidefläche im Landkreis Uelzen. Wacholderbüsche und die hügelige Landschaftsform verleihen dieser geschützten Landschaft ihre besondere Ausstrahlung. In der Heideblüte von August bis September ist der Schäfer mit seiner Schnuckenherde regelmäßig vor Ort anzutreffen.

In der Wacholderheide ist eine kleine Rast angeraten. Direkt am Zugang zur Heidefläche steht ein großer Holzstall, der das Café „Zum Schafstall“ beherbergt. Von Mitte April bis Oktober werden hier täglich Kaffee und Kuchen, traditionelle Schmalzbrote und andere Heidespezialitäten angeboten.

Heideflächen wie die der Ellerndorfer Wacholderheide sind Reste einer Landschaftsform, die noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts für weite Teile unserer Region typisch war. Die intensive Nutzung großer Flächen durch den Menschen im Rahmen der Heidebauernwirtschaft hatte die ursprünglichen Eichen- und Birkenmischwälder verdrängt. Schließlich verarmte der Boden und bot nun verschiedenen Zwergsträuchern ideale Lebensbedingungen – die erfolgreichste, weil anspruchsloseste, war die Besenheide. Sie bedeckte nun weite Landstriche dieser einst kargen und ärmlichen Gegend. Intensive Beweidung durch die Heidschnucken und das „Abplaggen“ – Abhacken des Heidekrauts mitsamt Wurzelpolster – als Einstreu für die Tiere verhinderten die Wiederbewaldung. Nur die „Hutebäume“ mit ihrer typischen Kronenform blieben als Nahrungsquelle für die Tiere stehen, ebenso kleine Gehölzgruppen, insbesondere der Wacholder.

Zurück ins Gerdautal

Nachdem wir die Ellerndorfer Heide erkundet haben, führt uns unser Weg wieder talabwärts. Beim Schafstall überqueren wir die Kreisstraße und folgen einem Feldweg der bald in einen Wald mündet. Hinaus aus dem Wäldchen führt ein Weg namens „Wandel“, auf dem wir nun nach Ellerdorf „wandeln“. Wir verlassen den Ort über die Brockhöfer Straße, um vor unserer Rückkehr noch einmal Waldluft zu schnuppern. Na ja, zumindest bis zur Kläranlage, die uns das baldige Erreichen unseres Wanderzieles ankündigt. Kurz dahinter beginnt ein Weg mit dem schönen Namen „Am Vogelsang“, der uns wieder nach Eimke führt. Und schon sind wir zurück an unserem Ausgangspunkt. Hier können wir unseren Proviant im „Heidjer Frischemarkt“ oder im Hofladen „Eimker Erdapfel“ auffrischen und unter der großen Eiche an der Kirche eine letzte Verschnaufpause einlegen. Die Eiche soll schon 400 Jahre alt sein, ebenso wie die Sitzbank darunter, die aus der alten Steinkanzel der Kirche gebaut worden ist. Da sitzt man doch gleich viel andächtiger!

Geführte Wanderungen

Anmeldungen bei der Touristinfo Suderburger Land
Räber Weg 4
29556 Suderburg
Tel. 05826 1616